Menteroda

..Einheitsgemeinde Menteroda

Der Ursprung Menterodas liegt noch im Dunkeln

Jedes Jahr bringt für Thüringische Dörfer und Städte neue Jubiläen. Tausend-Jahrfeiern sind dabei in unserer Gegend keine Besonderheit mehr. Bereits seit gut 1200 Jahren gibt es eine urkundlich mehr oder weniger zuverlässig nachvollziehbare Geschichtsschreibung und Thüringen stand seit dieser Zeit auch durchaus im Blickpunkt der deutschen Geschichte.

Auch Menteroda blickt auf eine lange und sehr wechselvolle Geschichte zurück. Gegründet wurde der Ort in einer rauhen Natur. Aber die fleißigen, immer optimistischen Bewohner haben nicht nur aus diesem Umstand das beste zu machen verstanden, sie haben Kriege, Pest und Armut besiegt. Seit 1553 existiert eine ziemlich geschlossene Geschichtsschreibung, die viele interessante Details aus der Vergangenheit zu erzählen weiß. So wird berichtet über die Neugründung Menterodas 1553, über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Im 19. Jahrhundert wurde die Armut so stark, daß viele Menteröder nach Amerika übersiedelten. Doch dann wurde Kalisalz gefunden und der Ort erfuhr eine ungeahnte Blüte. 85 Jahre dauerte dieser Zeitabschnitt, der Menteroda im In- und Ausland bekannt machte. Doch danach stand das Dorf wieder vor einem Neubeginn...

Die Geschichte Menterodas vor dem Jahre 1553 zeigt jedoch noch viele weiße Flecken. Unklar ist das Gründungsdatum, unklar ist auch die Beziehung zum Nachbar- oder Schwesterdorf Berthelrode, dessen Wüstungslage sich auf dem heutigen Gemeindegebiet befindet, über die viele Ereignisse aus der Geschichte des Dorfes erklärt werden könnten. Sicher spielt auch das Kloster Volkenroda eine Rolle bei der Gründung und in den ersten Jahren für Menteroda. Die Antworten auf viele Fragen liegen noch im Dunkeln.

Beginnen wird die Geschichte unseres Ortes in jedem Fall im engen Zusammenhang mit Berthelrode, dem "Schwesterdorf", über Otto Dobenecker in seinem berühmten Thüringer Urkundenbuch unter dem Datum 18. Januar 967 schreibt:

"Kaiser Otto II. vermacht auf Verwendung seines Bruders Wilhelm, Erzbischof von Mainz, und seines Getreuen, des Grafen Wigger, dem Kloster Fulda unter Abt Hatto sein Erbgut zu Cul (Keula), Urbach und Berthelesrode (Bertharoda) in den Grafschaften der Grafen Wigger und Wilhelm."

Sicher war das Leben auf dem Hochplateau nördlich von Mühlhausen sehr schwer und mühsam. Auch Berthelrode wird ein äußerst kärgliches Dasein gefristet haben in rauher Natur, ohne ausreichend gute Wasserversorgung und auf steinigem Lehmboden. Auf dem Gelände der heutigen Gemeinde existierte über die Jahrhunderte ein Gutshof. Vielleicht war dieses Gut der Anlaß für die wenigen Menschen - in einem Dorf vor etwa 1000 Jahren werden nicht mehr als 50 Menschen gelebt haben - hier ihr Dasein zu fristen und vielleicht haben im Laufe der Zeit neben den Menschen aus Berthelrode auch "Menteröder" ihren Lebensunterhalt gefunden?

Wo ist also der Ursprung Menterodas zu suchen? Eine Urkunde aus dem Jahre 1365 kann bislang als die erste Ersterwähnung angenommen werden. Dort wird aber bereits von einem existierenden Meierhof gesprochen und nicht von einer Neugründung. Dieses Rätsel wird wie viele andere aus der ursprünglichen Geschichtsschreibung Menterodas noch zu lösen sein ...

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